*Unser dringendster Notfall*

Clooney OP Mit einem kaputten Bein kam Clooney im Tierheim an. Inzwischen ist er operiert, bräuchte für die Reha dringendst ein Zuhause.

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Aufwandsentschädigung für Tierschutzhunde

Ich nehme einen Hund aus einer spanischen Tötungsstation auf. Warum soll ich dafür auch noch Geld bezahlen? Sehr häufig findet man im Internet Artikel von sogenannten Experten, die der Meinung sind, daß sich Tierschutzorganisationen am Verkauf von Hunden aus spanischen Tierheimen bereichern. In manchen Kreisen liegt es offenbar im Trend, ehrenamtliche Arbeit anderer, zu der man selber natürlich nicht bereit ist, in Frage zu stellen.

Nachfolgend einige Gedanken zu dieser Thematik, die Ihnen bei der eigenen Meinungsbildung vielleicht hilfreich sind:

Hunde, die in spanischen Tötungsstationen entsorgt werden, sind oft verlaust, voller Flöhe, nicht geimpft und krank. Faulige Zähne oder unbehandelte Knochenbrüche sind dabei oft noch das geringste.

Wenn die Tierschutzhelfer in Spanien neue Hunde aus den Tötungsstationen abholen, so kommen diese erst einmal zur Beobachtung in eine Auffangstation. Niemand will kranke Hunde nach Deutschland einführen. Um dies zu vermeiden ist der Aufenthalt in so einer Auffangstation nötig. Dieser Aufenthalt in Spanien kostet Geld und muß bezahlt werden. Wer soll diese Kosten tragen?

Sobald die Tiere in der Auffangstation angekommen sind, werden den Hunden Blutproben entnommen, die dann in einem Labor untersucht werden. Nur so kann abgeklärt werden, welche Krankheitserreger der Hund vielleicht in sich hat. Das Labor kostet Geld und muß bezahlt werden. Wer soll diese Kosten tragen?

Zeigt der Hund Auffälligkeiten, muß er einem Tierarzt vorgestellt werden. Genau wie deutsche Tierärzte arbeiten natürlich auch spanische nicht umsonst. Diese kosten Geld und müssen bezahlt werden. Wer soll diese Kosten tragen?

Sind die Hunde stabil genug, so werden alle erforderlichen Impfungen durchgeführt und der EU - Heimtierausweis ausgestellt. Diese Prozedur kostet in Spanien genauso Geld wie in Deutschland. Wer soll diese Kosten tragen?

Ist der Hund reisefertig, muß er per Flugzeug oder Auto nach Deutschland gebracht werden. Weder Frachtraum in Flugzeugen, noch Benzin für den Transport auf der Straße gibt es Umsonst. Wer soll diese Kosten tragen?

Wenn die Tierschutzorganisation Glück hatte, dann hat keiner der Hunde eine schlimmere Krankheit und die Vermittlungsgebühr deckt gerade die Kosten. Jeder Hund, der jedoch größeren tierärztlichen Aufwand erfordert, z.B. weil er operiert werden muß, verursacht dann schnell Kosten, die drei- oder viermal so hoch sind wie die Vermittlungsgebühr. Diese Kosten sind dann nur über zusätzliche Spenden zu decken.

Wer noch immer der Meinung ist, daß Hunde aus spanischen Tierheimen umsonst sein müssen hat vielleicht einen konstruktiven Vorschlag, wie die entstehenden Kosten bezahlt werden können? Gerald Zechel Waidach, Dezember 2008 Haben Sie Anmerkungen zu meinem Artikel? Über konstruktive Rückmeldungen würde ich mich freuen (gerald-zechel@web.de)



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