*Unser dringendster Notfall*

Clooney OP Mit einem kaputten Bein kam Clooney im Tierheim an. Inzwischen ist er operiert, bräuchte für die Reha dringendst ein Zuhause.

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Shalom Angela Simon

  Shalom

 

 

Unser Shalom

Dass unser Shalom zu uns gekommen ist, erscheint im nachhinein wie ein Wunder.Denn es war wie eines der wertvollsten Geschenke, diesen wunderbaren Hund kennenzulernen. Als wir den alten gebrechlichen English Setter Rüden zu uns holten, wussten wir noch nicht, dass uns nur 10 Monate mit dem lieben Kerl blieben. Denn als wir ihn vom Flughafen abholten, schien es, als ob der magere Setter, der bei einer Körpergröße von 59 cm gerade mal 15 Kilo wog, auf der Stelle von uns gehen würde. Doch ein paar Wochen später, sah alles schon gar nicht mehr so dramatisch aus. Er war zwar noch wahnsinnig dünn, aber es ging ihm viel besser. Am Anfang als Shalom zu uns kam, hatte er so gut wie garkeine Muskeln. Wir haben ihn immer in den Wald getragen, denn dort ist er richtig aufgeblüht. Es war für Shalom das Größte wenn er im Wald war. Das hat ihn von Beginn an wahnsinnig glücklich gemacht. Die Nase am Boden, die Ohren flatterten im Wind und der Schwanz ging permanent hin und her. Nach einer, für seinen heruntergekommenen Körper, ewigen Zeit im Wald, mussten wir unseren Shalom dann immer heimtragen. Das hätte er körperlich nicht mehr geschafft. Aber was soll man machen, wenn es ihm im Wald so viel besser ging? Also haben wir unseren Goldhund unermüdlich in und aus dem Wald getragen. Es dauerte nicht lang und wir haben unser Herz alle an Shalom verschenkt. Er war ein ausergewöhnlicher Hund... Shalom machte mit seiner friedlichen, liebevollen Art seinem Namen alle Ehre. Er sein ganzes Leben lang einem Jäger gedient, der ihn dann einfach in der Perrera entsorgt hatte. Dort wäre er fast gestorben denn der Leiter der Perrera wollte ihn den Tierschützern schon garnicht mehr überlassen, war er doch einfach nur ein alter ausgedienter Jagdhund, den sowieso keiner mehr gebrauchen konnte. Es muss pures Glück gewesen sein, dass er dem Tod dort entkommen ist. Er kam zu uns und verbrachte mit uns einzigartige 10 Monate. Mal ging es ihm besser, mal ging es ihm schlechter. Doch trotz seiner Schmerzen die er ertragen musste, hat er uns immer geliebt und wir ihn. Nach fast 10 Monaten aufpäppeln und verwöhnen, mussten wir uns eingestehen, dass Shaloms Lebensweg nun ein Ende hat. Nachdem er eine ganze Nacht lang unter schlimmsten Schmerzen in Cornelias Armen geweint hat, haben wir ihn dann schweren Herzens in den Hundehimmel gehen lassen. Zurück gelassen hat er uns, eine Familie die einen Hund in 10 Monaten so geliebt hat, als ob er viele Jahre in der Familie gelebt hätte. Wahrscheinlich war es einfach genug - für Shalom war es nicht wichtig dass er so lange wie möglich bei uns ist, sondern dass er in Liebe stirbt. Und das hat er getan. Er ist gestorben und wir haben ihn geliebt. Er war unser Shalom und wir werden ihn nie vergessen. Er bleibt für immer in unserem Herz.

 

 

 

  Angela

 

Die Geschichte von Angela:

Ich bin Angela, eine Perro de Agua Hündin. Meine Leute haben mich einfach in der Tötungsstation von Cadiz entsorgt, nach vielen Jahren treuer Dienste, war ich nur noch Abfall. Viele, viele Hundebabys hatte ich meinen Leuten geschenkt und großgezogen. Glücklicherweise retteten mich Tierschützer vor dem Tod und so konnte ich meine Reise nach Deutschland antreten. Meine Gabi holte mich gleich am Flughafen ab, da wußte sie noch gar nicht, daß ich ihr Herzhund werden würde. Ich war so verfilzt, die anderen Zechelshunde fanden mich echt grußelig, mein ehemals wunderschönes Fell war so verfilzt, niemand konnte sagen, wo bei mir vorne und hinten war. Gleich am Tag darauf fuhr Gabi mich zum Friseur und zum Vorschein kam ein weiches Schäfchenfell. Oh, wie habe ich mich da wohlgefühlt. Aber da war ja noch das Problem mit meinen Herzwürmern und der Tierarzt stellte dann auch noch fest, daß ich wieder trächtig war. Gabi hat dann beschlossen, daß ich erst die Babys bekommen soll, dann die Herzwurmbehandlung. Sieben wunderschöne Babys durfte ich gebären und aufziehen, das konnte ich soo gut, hatte es jahrelang gelernt. Dann wurden meine Herzwürmer behandelt, man war das übel, war mir elend. Gabi hat viele Nächte neben meinem Korb gesessen und meine Pfote gehalten, da waren wir schon sehr ineinander verliebt. Und dann hat meine glückliche Zeit angefangen. Ich war ein echter Balljunkie, hatte großen Appetit, und genoss Spaziergänge sehr. Lange Zeit war uns nicht vergönnt, bald hatte ich unerträgliche Knochenschmerzen, mein Herz war sehr angegriffen und jede Bewegung tat mir weh und strengte mich soo an. Nach nur 18 Monaten mußte ich Gabi verlassen, sie sieht es so, und in den Hundehimmel heimkehren. Aber auch wenn ich nicht mehr da bin, meine Liebe für diese Familie habe ich zurückgelassen und wenn Gabi sehr trauig ist, flüstere ich ihr leise Worte zu.

Das war mein Wunsch - und ich weiß, viele meiner Artgenossen wünschen sich das auch:

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch´ ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag´ bitte nicht: Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh!

Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus und gib´ ihm meinen Platz.

Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles, was ich geben kann.

 

  Simon

 

Die Geschichte von Simon:

Mein Honigbär: Wie soll ich anfangen? Das frage ich mich seit diese Homepage online ist, und meine Mutter mich bat, einen Text für Simon zu schreiben. Dass ich diesen Text schreibe war von Anfang an klar, denn immerhin war Simon mein Baby, mein lebendiges Kuscheltier, der Grund für schlaflose Nächte an seiner Seite, wenn es ihm schlecht ging, und der Grund für glückliche Stunden. Doch was soll ich über ihn schreiben, damit jedem, der das hier liest klar wird, was für ein toller Hund er war? Am besten fange ich wohl damit an wie ich das erste Mal von ihm erfuhr. Nach einem der ersten Besuche meiner Mutter in Spanien erzählte sie mir von einem Golden-Retriever, der wahnsinnig nett aber leider auch sehr krank sei. Er lebte in einer Auffangstation bei Barcelona, zwar relativ sicher aber auch allein, ohne Chance auf eine nette Familie. Er tat ihr sehr leid. Lange habe ich abgewägt - die Verantwortung für einen Hund ist immer sehr groß (was leider viele außer Acht lassen, die sich ein Tier anschaffen), aber die Verantwortung für ein sehr krankes Tier ist noch um so viel größer. Trotz meines Alters beschloss ich, dieser Hund wird mein erster eigener Hund. Gesagt, getan. Simon durfte zu uns nach Deutschland reisen. Lange dauerte die Suche nach einem Tierarzt, der nicht alles noch schlimmer machte und den komplizierten Mix aus ausgebrochener Leishmaniose, Demodex Milben und Lebensmittelallergie erkannte. Als das Krankheitsbild dann endlich geklärt war, konnte die Behandlung beginnen. Während dieser hatten mein Hund und ich gute sowie schlimme Zeiten. Nächtelang lagen wir wach, wenn es wieder schlimm war. Die Spritzen die er zeitweise jeden Tag brauchte gab ich ihm, denn immerhin war ich seine Mami. Dann folgte unsere glückliche Zeit. Stundenlang gingen wir spazieren und Simon konnte endlich seinem Alter entsprechend über die Felder toben. Jeden Tag bekam er selbstgekochten Reis mit Fisch, damit er endlich soviel fressen konnte wie er wollte. Und es ging ihm fantastisch. So viel hatte ich mit ihm durchgestanden, mir so viele Sorgen gemacht, aber ein Blick in seine Augen, in denen jedes Mal die Sonne aufging, wenn er mich ansah, machte das alles Wett. Dann kam die Zeit, uns eine eigene Wohnung zu suchen. Gefunden hatten wir schon eine, bevor es aber dazu kam, dass wir zu zweit zusammen lebten, bekam er einen neuen Krankheitsschub. Im ersten Moment wollte ich wieder mit der Behandlung beginnen, aber er wollte das nicht. Er sagte zu mir: Mami, es ist gut, mein Körper musste in meinem Leben schon zu viel mitmachen. Ich halte diese schmerzhafte, anstrengende Behandlung nicht noch einmal aus. Ich habe mehr bekommen, als ich vom Leben noch erwartet hatte. Ich durfte mit dir überall hin, Einkaufen, Uni, zu Freunden. Immer war ich bei dir. Obwohl ich so krank war und so viele schlimme Dinge erlebt hatte, hast du mich geliebt, ohne wenn und aber. Einfach nur weil ich ICH war. Begleite mich noch auf meinem letzten Weg und dann lass mich einfach in den Hundehimmel gehen, damit ich allen anderen davon berichten kann. Es gibt so viele die ohne Liebe gegangen sind und denen werde ich alles erzählen. Sei nicht traurig, denn so wie du mich liebst, liebe ich dich und wenn meine Zeit kommt noch einmal auf Erden zu leben, dann werden wir uns finden und ich werde nicht wieder so krank sein, und deine Kinder kennen lernen, was du dir immer gewünscht hast. Aber jetzt lass mich gehen und weine nicht. Ich tat ihm diesen letzten Gefallen und beim Tierarzt ist mein Honigbär auf meinem Schoß dann zum letzten Mal eingeschlafen.

 

 



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