*Unser dringendster Notfall*

Clooney OP Mit einem kaputten Bein kam Clooney im Tierheim an. Inzwischen ist er operiert, bräuchte für die Reha dringendst ein Zuhause.

Suche

Suche
.

Wichtige Informationen für die Vermittlung

 

Wichtige Informationen für die Vermittlung

1. Herkunft der Hunde:

Unsere Vermittlungshunde sind, bis auf ganz wenige Ausnahmen, Abgabehunde aus spanischen Familien. Wo wir helfen, gibt es kaum Straßenhunde, falls es sich bei einem Hund, um einen solchen handelt, weisen wir speziell darauf hin. Die Rasseeinschätzung wird von unseren spanischen Tierheimfreunden vorgenommen, sie haben große Erfahrung und liegen mit ihren Einschätzungen zu 98 % richtig.

Die Hunde kennen alle, auf die eine oder andere Weise, das Leben in und mit einer Familie. Nicht alle lebten im Haus oder gingen spazieren. Die Hunde werden dies aber schnell lernen.

2. Medizinische Versorgung im Tierheim:

Die Hunde werden im Tierheim medizinisch versorgt. Dies bedeutet, dass sie regelmäßig geimpft und entwurmt werden und Mittel zur Abwehr von Zecken und Flöhen erhalten. Die Hunde reisen alle mit EU-Heimtierausweis und einem aktuellen Blutbild mit Mittelmeerkrankheiten-Test (s.u.). Zudem reisen ALLE unsere Hunde kastriert, wenn sie dafür alt genug sind (je nach Größe und Entwicklungstand ab einem Alter von 6 Monaten). Selbstverständlich erwarten wir auch von Ihnen die Bereitschaft, übernommene Welpen nach der Geschlechtsreife hier in Deutschland kastrieren zu lassen.

Zusätzlich werden Untersuchungen gemacht, wenn Hunde im Tierheim Auffälligkeiten zeigen. Humpeln, Husten, Wunden, etc. Die Hunde werden NICHT generell komplett durchgecheckt. Dies wäre unbezahlbar. Ginge es den spanischen Tierheimen gut genug, um dies zu finanzieren, müssten wir dort nicht helfen. Wir geben keine Garantie für Gesundheit.

Wir gehen davon aus, dass der Wunsch einen unserer Hunde zu adoptieren daher rührt, zu helfen. Mit verborgenen Krankheiten (z.B. HD bei großen Hunden) sollte immer gerechnet werden. Wir können nicht in die Hunde hineinsehen, sondern nur auf Auffälligkeiten reagieren.

3. Entwurmung:

Da Darmparasiten in Tierheimen nicht immer in den Griff bekommen werden können, erhielten all unsere Vermittlungshunde bis vor Kurzem aus Spanien eine Wurmkur mit, die in den ersten Tagen in Deutschland verabreicht werden sollte.

Da dies aber häufig nicht geschah, die Medikamente weggeworfen wurden, Verabreichungshinweise ignoriert wurden, sahen wir und die spanische Tierärztin uns außer Stande, diesen Service weiterhin anzubieten. Die Hunde werden vor der Ausreise in Spanien entwurmt, bei weiteren Darmparasiten müssen Sie aber nun Ihren deutschen Tierarzt aufsuchen. Da wir festgestellt haben, dass dies manchmal zu Problemen führt, hier die Behandlungsempfehlung der spanischen Tierärztin, um die gängigsten Darmparasiten loszuwerden:

Kokzidien: mindestens 7 Tage Septrin (dt. Medikamentenname: TSO)

Giardien: 3 Tage Fenbendazol, 3 Tage Pause, erneut 3 Tage Fenbendazol

Rund- und Spulwürmer: 1 Gabe Drontal Plus, 2 Wochen Pause, erneute Gabe von Drontal Plus

4. Mittelmeerkrankheiten:

Wir helfen in der Umgebung von Barcelona. Dort kommen eigentlich nur die Parasiten vor, die Leishmaniose und Ehrlichose übertragen. Detaillierte Informationen zu diesen Krankheiten finden Sie auf unserer Homepage. Hier ein kurzer Überblick:

  • Leishmaniose:

wird NICHT vom Hund auf andere Lebewesen übertragen

ist behandelbar und in einigen Fällen heilbar

die Testung ist nicht absolut - wer einen Hund aus dem Ausland nimmt, muss immer mit einer positiven Nachtestung rechnen

Welpen müssen IMMER im Alter von 9-12 Monaten nachgetestet werden

Information vor der Adoption: postive Testung & grenzwertige Testung, wenn der Hund Krankheitsanzeichen hat

Keine Information vor der Adoption: grenzwertige Testung, ohne Krankheitsanzeichen: der Hund muss in diesem Fall 3 Monate nach der Einreise selbstständig von Ihnen (bzw. Ihrem Tierarzt) nachgetestet werden

  • Ehrlichose:

von Zecken übertragbare Erkrankung

vergleichbar mit Borreliose in Deutschland

Therapie: 20 Tage Breitbandantibiotikum (zumeist Doxiciclin)

Information vor der Adoption: NEIN - die Behandlung wird entweder in Spanien durchgeführt oder begonnen, oder Sie erhalten die Tabletten mit dem Hund von der spanischen Tierärztin

5. Transport nach Deutschland:

Wir organisieren für unsere Hunde selbst alle 8 Wochen einen Auto-Transport nach Deutschland. Die Reise dauert circa 15 Stunden, es werden ungefähr 20-30 Hunde befördert.

Nach langjähriger Erfahrung können wir sagen, dass diese Reisemodalität die bei weitem stressärmste für die Hunde darstellt.

Sie sind nie alleine. Die Hunde werden während der Fahrt NICHT ausgeladen. Der Transport findet über Nacht statt, die Hunde verschlafen den größten Teil der Reise.

Die Adoptanten müssen bei der Ankunft der Hunde in 91278 Pottenstein/Nordbayern bereits vor Ort sein, um die Hunde direkt vom Transport zu übernehmen. Dies ist die einzige, für uns machbare Möglichkeit der Übernahme. Immer wieder werden an uns Bitten herangetragen, den Hund doch dann irgendwann im Laufe des Tages abholen zu dürfen. Zum einen ist dies für die Hunde, die dann auf ihre Menschen warten müssen, ein zusätzlicher Stress, und auch für uns. Wir machen ständig unserer Möglichstes und diese "Ausnahmen" erschweren wirklich unsere Arbeit.

Durch die Klimatisierung beim Transport können die Hunde sich erkälten oder Augenentzündungen bekommen. Ist dies der Fall, muss ein Tierarzt aufgesucht werden, damit der Hund Hustensaft, Antibiotikum oder Augentropfen erhalten kann.

6. Aufwandsentschädigung:

Sie bezahlen eine Aufwandsentschädigung für den Hund, um anteilig die Kosten zu decken, die durch den Hund entstehen.

Darin enthalten sind:

  • Kosten für die medizinische Versorgung, um die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen (Impfungen, Chip, EU-Heimtierausweis, Entwurmung, Zecken- und Flohschutz, Kastration, Blutbild mit Mittelmeerkrankheiten-Test)
  • Reisekostenanteil (anteilig 70 Euro, Notfälle und Senioren nicht) Beachten Sie hier bitte auch unseren Artikel zur Reisekosten-Patenschaft!
  • Mehrwertsteuer 19%

Insgesamt entstehen so reine Kosten von etwa 280,- Euro pro Hund

Für einen gesunden jungen bis mittelalten Hund bezahlen Sie bei uns 330,- Euro. Die Differenz bei gesunden, kastrierten Hunden wird dazu benötigt die Vermittlung von Notfällen zu finanzieren, Futter für das Tierheim zu kaufen, sowie alle anderen Operationen und Behandlungen vor Ort zu finanzieren. Ohne Geldgeschenke und Sachspenden kann dies alles trotzdem nicht gedeckt werden.

 

7. Abholung des neuen Familienmitglieds:

Mitzubringen sind: Aufwandsentschädigung (passend und in bar), Personalausweis, Kotbeutel, Befestigungssystem für das Auto, Halsband, Geschirr und Leine

Die Maße für Geschirr und Leine können wir Ihnen nicht sagen. Dies für alle Hunde auszumessen liegt außerhalb unserer Möglichkeiten. Da es immer häufiger vorkommt, dass die falsche Größe mitgebracht wird und kein Ersatz vorhanden ist, wird es die Möglichkeit geben, ein Halsband vor Ort zu kaufen. Preis: 5 Euro

Dies ist aber nur für den Notfall. Jeder muss trotzdem etwas mitbringen. Für Welpen müssen auch Geschirre mitgebracht werden.

Ablauf: Am vereinbarten Sonntagmorgen (in Ausnahmen Samstagmorgen) kommen Sie um 8.30 Uhr zu uns nach Hause. Sie unterschreiben den Tierschutzvertrag, bezahlen die Schutzgebühr und erhalten bereits das Blutbild als Ausdruck. Dann warten Sie gemeinsam mit uns auf die Ankunft der Hunde, circa bis 9 Uhr. (Wenn Sie nicht pünktlich sind wird der gesamte Ablauf gestört und Ihr Hund muss unter Umständen in seiner Transportbox warten, bis Sie da sind, dies wollen SIE jedoch bitte auf jeden Fall vermeiden). Ihr neuer Hund und Sie haben dann eine Weile Gelegenheit sich auf unserem umzäunten Grundstück kennenzulernen (Dauer in etwa 1 Stunde). Dann werden die Impfpässe verteilt, auch gegebenenfalls aus Spanien mitgeschickte Medikamente und ein Abschiedsfoto für das Internet gemacht. Berechnen Sie genug Zeit hierfür ein. Quengeln verzögert den Ablauf nur mehr und hilft niemandem weiter. Sie sind an diesem Tag Gast in unserem Zuhause, um den Erstkontakt mit Ihrem neuen Hund so sicher und schön, wie möglich zu gestalten. Benehmen Sie sich also so, als wäre es Ihr Zuhause.

8. Stubenreinheit:

Die meisten Hunde kennen dies aus ihrem Vorleben - WELPEN nicht. Im Tierheim sind die Hunde alle gezwungen sich in ihren Zwinger zu erleichtern, daher muss in den ersten Tagen immer mit Malheuren gerechnet werden. Erklären Sie dem Hund also in den ersten Tagen, wohin er sein Geschäft machen soll/darf, indem sie ihn loben und oft mit ihm hinausgehen - nach jedem Spielen, Fressen, Schlafen.

9. Grundkommandos:

Viele Hunde kennen schon Grundkommandos. Wenn dann aber auf Spanisch oder Katalan. Die deutschen Kommandos müssen die Hunde in jedem Fall erst erlernen.

10. Spazierengehen in den ersten Tagen:

Die Hunde haben im Tierheim in Zwingern gelebt ohne regelmäßige Spaziergänge. In den ersten Tagen stundenlang mit dem Hund spazieren zu gehen schadet wegen der nicht vorhandenen Muskulatur seinem Knochengerüst. Lassen Sie es daher langsam (und IMMER mit Leine) angehen. Wer zu schnell zu viel oder ohne Leine spazieren geht riskiert Folgeschäden. Lieber mehrere kurze Gänge machen und die Dauer langsam steigern.

Welpen sollten noch langsamer an Spaziergänge gewöhnt werden.

11. Fütterung:

Die Hunde bekommen im Tierheim zu Fressen, was gerade da ist: Trockenfutter, Brot, Nassfutter

Wann immer wir die finanzielle Möglichkeit haben, kaufen wir hochwertiges Hundefutter und bringen es dorthin. Zudem sind manchmal Adoptanten und Paten so großzügig uns etwas zu bringen oder zu schicken, damit die Hunde vor Ort etwas besseres Futter erhalten. Was die Hunde hier in Deutschland fressen, bleibt vollkommen den neuen Besitzern überlassen. Die meisten Hunde sind nicht wählerisch, falls der neue Hund die ersten Tage nichts Fressen möchte, kann dies an der Umstellung seiner gesamten Lebenssituation liegen. Hält die Fress-Unlust mehrere Tage an, sollte ein anderes Hundefutter ausprobiert werden.

12. Wir über uns:

Hoffnung für Hunde besteht aus einer privaten Familie. Gerald, Gabriele, Belinda und Cornelia Zechel. Wir alle gehen Vollzeit arbeiten, um unser Leben und den Tierschutz finanzieren zu können. Wir machen diese "Arbeit" ehrenamtlich in unserer Freizeit. Wir helfen in spanischen Tierheimen und vermitteln Hunde nach Deutschland, weil wir hoffen, den Hunden damit eine schönere Zukunft ermöglichen zu können.

Wir verbringen unsere gesamte Freizeit und unseren Jahresurlaub damit.

Gabriele und Belinda sind zuständig für die Vermittlung der Hunde, Kontakt nach Spanien, Organisation der Fahrten, Online-Werbung, Pflege der Homepage inklusive Erstellen aller Texte und Vermittlungsauftritte.

Gerald und Cornelia (auch Vermittlung) unterstützen hierbei durch Beladen des Transporters, Übergabe mit Vertragsunterzeichnung am Transporttag, erfüllen der gesetzlichen Vorgaben und vieles weiteres mehr

Wer der Meinung ist, dass sich irgendjemand im Tierschutz bereichern kann (finanziell oder auf andere Art), ist bei uns falsch. Wir haben keine Zeit und keine Lust uns immer wieder für unser ehrenamtliches Engagement rechtfertigen zu müssen. Niemand wird gezwungen sich selbst bei solchen Projekten einzubringen oder diese zu unterstützen. Wir erwarten nach den vielen Jahren keinen Dank mehr, denn dies wäre vergeblich. Wir helfen IHNEN dabei zu dem Hund zu kommen, den SIE sich aussuchen. Dafür erwarten wir lediglich ein wenig Höflichkeit und Anstand.

13. Abgabe eines Hunde:

Immer wieder tritt der Fall ein, dass Hunde nicht bei den neuen Familien bleiben können. Eine generelle Rücknahme bieten wir nicht an. Da uns das Wohl der Hunde am Herzen liegt, sind wir aber dennoch bemüht, mit Ihnen zusammen eine Lösung zu finden. Eine respektvolle Kommunikation ist immer der erste Schritt. Eine Abgabe ist immer mit großen Emotionen verbunden, auf beiden Seiten. Beachten Sie hierbei auch unsere Telefonzeiten, die um 19 Uhr enden. Wir gehen davon aus, dass Sie als erwachsener, verantwortungsbewusster Mensch an einer Lösung interessiert sind, die die Interessen des Hundes wahrt. Da der Hund der Leidtragende ist, spielt sein Wohlergehen die größte Rolle. Wir sind Privatpersonen (s.o.) und können nur eine begrenzte Anzahl Hunde aufnehmen. Sie müssen sich bei einer Rücknahme nach uns richten und den Hund in jedem Fall zu uns zurück befördern. Wir erwarten, dass Sie alles Mögliche tun, damit es dem Hund weiterhin gut geht.



.